Krankenstand explodiert – Verwaltung braucht klare Führung
Die Krankentage in der Stadtverwaltung sind in wenigen Jahren massiv gestiegen. Für die CDU Ronnenberg ist klar: Diese Entwicklung ist ein Warnsignal. Neben der Belastung der Beschäftigten müssen auch Organisation und Führung der Verwaltung kritisch hinterfragt werden.
Krankentage steigen massiv
Die Entwicklung beim Krankenstand in der Stadtverwaltung ist deutlich.
Zwischen 2021 und 2025 ist die Zahl der Krankentage von 9.405 auf 16.281 Tage gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 73 Prozent.
Auch die Belastung pro Mitarbeiter ist stark gestiegen: Die durchschnittlichen Krankentage pro Mitarbeiter sind von 18,74 auf 29,76 Tage gestiegen – ein Plus von fast 60 Prozent.
Die Krankenquote der gesamten Verwaltung stieg im selben Zeitraum von 9,21 Prozent auf 14,63 Prozent.
Diese Zahlen zeigen: Es handelt sich nicht um eine normale Schwankung, sondern um eine strukturelle Entwicklung.
Zumal der durchschnittliche, bundesweite Krankenstand im öffentlichen Dienst deutlich geringer ist. Die Krankenquote betrug hier 2021 8,45 Prozent und 2025 9,34 Prozent.
Diese Entwicklung wirft Fragen auf.
Zentrale Befunde (aktualisiert am 30.3.2026)
1. Das Kernproblem ist Effizienzverlust im Personalbestand.
Die Stadt baut Personal auf, gewinnt daraus aber kaum zusätzliche reale Verfügbarkeit, weil der Krankenstand massiv steigt.
2. Verwaltung und Einrichtungen haben unterschiedliche Probleme.
Die Verwaltung wächst personell, aber der Krankenstand explodiert. In den Einrichtungen sinkt die Zahl der Mitarbeiter sogar, während Krankentage und Belastung pro Kopf stark steigen.
3. Der Anstieg ist strukturell, nicht nur durch Langzeitfälle erklärbar.
Dass der Anteil der Langzeittage sinkt, während die Krankentage ohne Langzeitfälle stark steigen, spricht für ein breiteres Problem im Alltag.
4. Die Kosten steigen schneller als der Nutzen in Form verfügbarer Arbeitskraft.
Personalkosten und Stellenzahl wachsen deutlich. Die verfügbare Mannschaft wächst aber kaum. Das ist die eigentliche Warnzahl.
Belastung der Beschäftigten wächst
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt leisten täglich wichtige Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger. Sie kümmern sich um Anträge, Bauprojekte, soziale Aufgaben und viele andere Bereiche des öffentlichen Lebens.
Wenn Krankmeldungen zunehmen, ist das oft ein Zeichen dafür, dass Arbeitsdruck steigt und Abläufe nicht mehr richtig funktionieren.
Auch die Führung der Verwaltung steht in der Verantwortung
Zu einer ehrlichen Analyse gehört deshalb mehr als nur der Blick auf einzelne Arbeitsbereiche. Auch die Organisation der Verwaltung und die Führung durch die Verwaltungsspitze müssen kritisch betrachtet werden.
Gute Führung bedeutet klare Prioritäten, funktionierende Abläufe und eine realistische Steuerung von Aufgaben. Wenn diese Orientierung fehlt, wächst der Druck auf die Beschäftigten.
Eine Verwaltung funktioniert nur dann gut, wenn Aufgaben klar strukturiert sind und Entscheidungen verlässlich getroffen werden.
Unsere Position
Die CDU Ronnenberg erwartet eine offene und ehrliche Analyse der Situation.
Dabei müssen mehrere Fragen beantwortet werden:
Diese Fragen dürfen nicht ausgeklammert werden.
Fazit
Eine leistungsfähige Verwaltung braucht gute Arbeitsbedingungen, klare Strukturen und verantwortungsvolle Führung.
Der gestiegene Krankenstand zeigt, dass hier genauer hingeschaut werden muss. Für uns ist klar: Probleme dürfen nicht verwaltet werden – sie müssen gelöst werden.
Dazu gehören klare Führung, bessere Abläufe und eine moderne, digital arbeitende Verwaltung.


